Spielberichte 2021/ 2022

FSV 06 Holzthaleben - SV 90 Hohenebra 2:1 (2:0)
 

18.04.2022

Starkes Spiel - Scheiß Ergebnis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor wir zum eigentlichen Spielbericht kommen noch ein kleiner Nachtrag zum Spiel gegen Oldisleben aus der Vorwoche, welches wir leider mit 2:1 verloren haben. Leider war keiner von uns drei Mann anwesend, um sich von diesem bescheidenen Spiel Notizen zu machen. Daher wird es dazu keinen Spielbericht geben, vielleicht auch besser so.

 

Am Ostermontag ging es für uns zum Nachholspiel nach Holzthaleben. Für die Gastgeber sollte dies das zweite Spiel während der Ostertage sein. Erst am Samstag schafften sie nach 120 Minuten den Einzug ins Halbfinale des Kreispokals. Die rund 150 Zuschauer, die im Laufe des Tages die Ostereiersuche aufgegeben und den Weg nach Holzthaleben gefunden haben, sollten nicht enttäuscht werden, denn die Partie zeigte von Beginn an, dass es sich hierbei um die beste Kreisliga der Welt handelt.

Beide Mannschaften begannen gut und es entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel im Mittelfeld, wo keiner gegen seinen Gegenspieler zurückstecken wollte. Obwohl die ersten Minuten für uns recht vielversprechend aussahen, waren es die Gastgeber, die schon nach sechs Minuten in Führung gingen. Nach einem langen Ball hinter unsere Abwehrreihe, eilte Johannes zur Verwunderung aller aus seinem Tor heraus und machte leider Gottes so freie Bahn für den Querpass auf FSV-Stürmer Wille, der sich so ein Geschenk natürlich nicht entgehen lässt und zum 1:0 einschob. Ob Johannes da noch ein verstecktes Osterei am Strafraumrand gesehen hat, das bleibt wohl sein Geheimnis. Sei’s drum 6 Minuten rum, noch 84 zu spielen, also Kopf hoch und weiter geht’s. Und genau das taten unsere Männer auch. Wir bestimmten das Spielgeschehen von Minute zu Minute mehr und kamen zu mehreren verheißungsvollen Angriffen. Das erste starke Ausrufezeichen setzte Moritz Müller, der aus gut 25 Metern einfach mal mit der schwächeren linken Klebe abzog und das Ding an den Querbalken setzte. Eigentlich hätte hier schon der verdiente Ausgleich fallen müssen. Spätestens einige Minuten darauf als Kevin Kühn nach starkem Solo am Strafraumrand zu lange nachdachte und anstatt zu schießen den im Abseits stehenden Jonny Büttner anspielte. Manchmal muss man einfach mal den Kopf ausschalten und das Ding auf’s Tor bringen, im Training klappt’s ja auch aus jeder Lage. Den Schlusspunkt unserer Großchancen in der ersten Halbzeit setzte Hakki, der den Ball nach einer starken Flanke aus dem Halbfeld leider nur frontal auf den Keeper des FSV bringen konnte. Und obwohl das Spielgeschehen komplett auf unserer Seite war, waren es erneut die Gastgeber, die kurz vor der Halbzeit zum 2:0 einnetzten. Wieder war es ein langer Ball, welcher in Wille seinen Abnehmer fand, der kurz vor dem Strafraum nochmal den Laufweg kreuzte und flach ins lange Eck einschob (45.). Und um dieser beschissenen Torte noch die Kirsche aufzusetzen, half bei der Heimmannschaft natürlich noch der Innenpfosten mit. So ging es mit einem 2:0 Rückstand, bei dem keiner der rund 150 Anwesenden wusste, wie er zustande kam, in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit schloss sich nahtlos an die erste an. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld mit leichtem Chancenplus auf unserer Seite, doch leider sollte vorne vorerst weiterhin kein Tor fallen und hinten hielten wir im Verbund so gut wie alles vom Tor fern. Nach gut einer Stunde dann wortwörtlich der nächste Knall, denn nach einem Schuss von Kevin Kühn ertönte erneut der Querbalken. Gut 20 Minuten vor Schluss dann endlich der längst überfällige Anschlusstreffer. Unser stärkster Mann des Tages Moritz Müller tankte sich auf der rechten Seite erneut durch, zog dann im Robben-Style in die Mitte und schloss mit links ab. Der Ball wurde noch leicht von einem Abwehrspieler abgefälscht, wodurch der Torwart keine Chance mehr hatte (68.). In den letzten 20 Minuten warfen wir zwar alles nach vorne, doch die Pille wollte einfach nicht ins Tor und so musste man sich schlussendlich 2:1 geschlagen geben.

Wenn man sich die 90 Minuten angesehen hat, dann hätten wir normalerweise mit 2-3 Toren Unterschied gewinnen müssen, denn die Gastgeber hatten zum einen noch die 120 Minuten von Samstag in den Beinen und zum anderen gut 85 Minuten nur mit den Entscheidungen des Schiedsrichters zu tun. In den restlichen fünf Minuten kamen sie zu ihren vier gefährlichen Abschlüssen. Aber was sollen wir uns am Ende groß aufregen, schlussendlich hat das Spiel wiedermal gezeigt, dass es im Fußball zwei Regeln gibt. Am Ende gewinnt das Team, das mehr Tore geschossen hat und wenn Wille bei Holzthaleben spielt, dann trifft er auch.

Morgen kommt es dann zuhause zum nächsten Kracher gegen die Dritte von der Eintracht aus Sondershausen. Auch hier zählen wir wieder auf eure volle Unterstützung, um uns endlich mal wieder mit Punkten zu belohnen.

 

87; 88; 89; 90 – SV90!!!

SV 90 Hohenebra - SpG Sundhausen/ Uthleben 2:1 (1:0)
 

03.04.2022

As best as you can

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem knappen Erfolg der Vorwoche konnten wir auch diesmal wieder einen, Ergebnistechnischen, knappen Erfolg einfahren. Aber da in der besten Kreisliga der Welt jeder jeden schlagen kann, mussten wir erneut Vollgas geben. Die letzte Begegnung im Pokal konnte nämlich kein Maßstab sein, damals hatte die halbe Mannschaft Schuleinführung.

Nach den Quarantänewahnsinn der letzten Wochen konnten wir diesmal wieder aus dem

Vollen schöpfen und fast die optimale Besetzung auf den Rasen schieben.

Selbst Marvin Pößel gab sein Comeback in der Startelf und zeigte wie wichtig er ist. Hoffentlich lässt der Nächste Alkoholbedingte Treppenunfall auf sich warten.

Und apropos Alkohol, so voll wie Daniel Garthof an diesem Tag noch war, war auch unsere Bank, selbst Januzaj Severin nahm den weiten Weg aus der Thüringer Landeshauptstadt auf sich.

Das Spiel begann und in den Top 4 zu bleiben brauchten wir jeden Punkt und diesen versuchten wir anfangs mit langen Bällen zu sichern. Lang auf Garthof, der macht schon was. Und zwar auf außen laufen und reinlegen, das sah 2 mal gut aus, brachte aber leider nichts ein. Auf der Gegenseite spielten die Gäste meist schnell und zielstrebig vor unseren 16ner, konnten aber immer irgendwie gestoppt werden.

Nach knapp 20 Minuten jubelten wir, aber nur kurz. Der Torhüter der Gäste konnte den Ball nicht festhalten, beim Abschluss hatte er jedoch die Hände wieder dran, somit zählte das erzielte Tor folgerichtig nicht und es blieb beim 0:0.

Kurz geschüttelt und weiter gemacht, denn Nico hatte danach 2 Chancen, die erste war ein Freistoß welcher jedoch anschließend hinter dem Stromzaun landete und die zweite war aus spitzen Winkel, dabei behielt der Torhüter jedoch die Oberhand. Die Bälle wollten einfach nicht rein, der Nächste Beweis kam dann in der 33ten Minute in Form eines klassischen Maiks. Der Fuß trifft den Ball, mehr war nicht gewollt, der Ball fliegt aufs Tor und landet auf der Latte. Knappes Dinge, aber irgendwie weckte es eher die Gäste auf. Nach diesem Lattenkracher waren sie nämlich wieder mehr im Spiel, hatten dann auch plötzlich die Chance zur Führung, Katze hielt seinen Kasten aber sauber.

Fast pünktlich zur Halbzeit erzielten wir dann die Führung. Nico schlägt eine Ecke auf den 5er, dort hält Moritz seinen Müller dran und spielt ihn vors tor auf Jonny, der muss ihn nur reinschieben. So einfach kann’s sein.

Vor der Halbzeit Führung, nach der Halbzeit ausbauen, so wünscht man es sich und so kam’s auch. Jonny bekommt fast direkt nach Anpfiff den Ball an der Mittellinie, Daniel legt seine ganze Biererfahrung an und startet im richtigen Moment. Der Abwehrspieler spekuliert auf abseits und somit hat Danieln viel Zeit zum nachdenken, verlangsamt und schiebt am Torhüter vorbei rein, der glasige Blick störte ihn dabei nicht.

2 Minuten später die nächste Chance, nach einem Freistoß von Jannick sieht man nur Marco Severin perfekt reinlaufen, der jubelt erklingt schon, aber der alte Mann springt vorbei und der Ball rollt ins Seitenaus.

Von den Gästen sieht man die erste halbe Stunde nicht viel, Hohenebra muss eigentlich noch einen drauf setzen aber schafft es nicht. Sei es durch Marco, der erneut (?!) vorbeispringt, Nico der in der Mitte keinen Abnehmer findet oder Jonny, der im 1:1 gegen den Torhüter das nachsehen hat. Selbst das 3:0 war keins, Daniel stand wohl im Abseits. Als unparteiischer Beobachter, der ich zweifellos bin, kann ich sagen, das war kein Abseits.

Ja und wer sie vorne nicht regelkonform macht bekommt sie halt hinten rein. Wir spekulieren auf Abseits, das keins war und der Toptorjäger der Gäste konnte sich allein vorm Tor die Ecke aussuchen und brachte sie wieder ran. Anschließend mussten wir noch 2 mal tief durchatmen. Einmal klatschte Katze den Ball aus spitzen Winkel vom Tor weg und beim zweiten kamen die Gäste nach einer Ecke zum Abschluss, der verfehlte aber knapp das Tor.

Anschließend passierte nicht mehr viel und wir konnten uns über 3 Punkte freuen die wieder zittrig eingesammelt wurden.

Das war nun das letzte Spiel der „Hinrunde“, diesen Samstag geht es nach Oldisleben und am Ostermontag zum Nachholspiel nach Holzthaleben.

Bis dahin heißt es corona meiden und nicht wieder in Quarantäne landen.

87; 88; 89; 90! SV 90!

SG Empor Sondershausen - SV 90 Hohenebra 0:1 (0:1)
 

27.03.2022

Arbeitssieg an der "Stillen Liebe"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Sonntag traf unser SV90 Hohenebra im Auswärtsspiel auf die SG Empor Sondershausen.

Nach der starken Leistung aus der Vorwoche, wo man sich im Topspiel der Kreisliga nur knapp der SpG Roßleben/Bottendorf geschlagen geben musste, konnten für unseren SV90 gegen die SG Empor die Weichen nur voll auf Sieg stehen, da die Stöcksener in der aktuellen Spielzeit in der Kreisliga nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Doch vermutlich steckte die Tabelle zu tief in den Köpfen der Gäste aus Hohenebra. Es entwickelte sich vom Anpfiff weg ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams versuchten dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken, was allerdings auf beiden Seiten nicht von Erfolg geprägt war. Das Spiel fand fast Ausschließlich im Mittelfeld statt und die beiden Mannschaften neutralisierten sich bis Mitte der ersten Halbzeit weitestgehend. So kam es nur zu wenigen sehenswerten Torabschlüssen.

Zum Ende der ersten Hälfte schaffte es unser SV90 Hohenebra auch etwas mehr die starke linke Angriffsseite ins Spiel zu bringen und kam so mehr und mehr in gute Abschlusspositionen. So war es nur folgerichtig dass die Gäste in Führung gingen. Nach einer miserablen Stöcksener Ecke ging’s plötzlich ganz schnell. Über zwei Stationen konnte Torjäger Daniel Garthof ins Laufduell mit der gesamten Hintermannschaft der Hausherren geschickt werden. Seinen Geschwindigkeitsvorteil konnte er locker ausspielen und den Ball äußerst platziert zum 0:1 (32.min) im Tor unterbringen. Da haben sich die vielen, vielen Trainingsstunden in der Wintervorbereitung, mit Berganläufen am Dunkenberg, aber mal mehr als bezahlt gemacht.

Bis zur Pause passierte nicht mehr viel. Die SG versuchte sich irgendwie zurück ins Spiel zu bringen doch unser SV90 ließ wenig zu und konnte den Gegner vom Tor weghalten.

Nach der Pause agierten die Hausherren dann etwas mutiger und kamen auch zu mehreren aussichtsreichen Angriffen bei denen die Abwehr der Gäste teils Kopf und Kragen riskieren musste. Auch Hohenebras gut aufgelegter Torhüter Gretsch musste mehrfach zupacken, gab sich aber, trotz wenig Spielpraxis in dieser Saison, keine Blöße und konnte so die Null halten. Mitte der zweiten Halbzeit hätten die Gastgeber den Ausgleich durchaus verdient gehabt. Zum Ende des Spiels hin hatte dann aber unser SV90 das Heft in der Hand und konnte konditionell nochmal was raushauen. So kam man am Ende noch zu mehreren hochkarätigen Möglichkeiten durch Jeremy Krapalies mit einem Distanzschuss, Marco Severin mit dem Nüschel nach einer Ecke und durch den eingewechselten Christopher Becker, welcher eine Hundertprozentige Chance leider liegen ließ. In der Nachspielzeit bekam unser SV90 dann noch einen Elfmeter zugesprochen, da Empors letzter Mann Mario Stiel im Zweikampf klar zu spät kam. Er erntete dafür auch noch die Ampelkarte und durfte eine Minute eher als seine Teamkollegen zum duschen gehen. Den fälligen Strafstoß schoss Daniel Garthof. Naja, über diesen Elfmeter lege ich lieber den Mantel des Schweigens. Kurz darauf Pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

Es blieb somit beim 0:1 für unseren SV90 Hohenebra. Das war jetzt nicht die beste Vorstellung in dieser Saison aber immerhin gabs dafür 3 Punkte.

Am kommenden Sonntag trifft unser SV90 Hohenebra dann im Heimspiel auf die SpG Sundhausen/Uthleben. Da bedarf es dann aber einer deutlichen Leistungssteigerung um konkurrenzfähig zu sein.

———————————-

87; 88; 89; 90 - SV90!

SV 90 Hohenebra - SpG Roßleben/ Bottendorf 1:2 (1:1)
 

20.03.2022

Erstmals keine Punkte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 3 Jahren Coronapause hieß es letzten Sonntag für uns, endlich wieder Fußball. Die Vorbereitung auf dieses Spiel liefen eher schleppend, Training konnte aufgrund hoher Quarantänezahlen innerhalb der Mannschaft kaum gemacht werden. Aufgrund dessen wurde das Spiel in der Vorwoche gegen Holzthaleben beiderseitig abgesagt, besser so, bevor sich Not gegen Elend den Ball zuschiebt.

Nun hieß es heute gleich zum ersten Spiel - Topspiel! Der Tabellenzweite war zu Gast. Sehr gut vorbereitet, mit mehr Freundschaftsspielen in diesem Jahr als wir Training machen konnten. Viel schlechter konnten die Vorzeichen für uns nicht sein. Wir konnten jedoch auf einige negative Spieler vertrauen, die jedoch anderen Spielern die Coronaklinke in die Hand gaben. Dazu bekamen wir pünktlich zum Treffpunkt von unserem Torhüter 2 positive Tests per WhatsApp verpasst. Dadurch durfte sich Nico Kühn die 0 auf seiner Nummer streichen und die 1 anziehen. Und soviel sei gesagt, er machte seine Sache außerordentlich gut.

Aufgrund der personellen Situation schnürten 2 alte Herren noch einmal die Fußballschuhe über ihre betagten Füße und ließen uns durch ihre Leistungen hoffen, dass sie es nicht zum letzten Mal taten.

Da alle Beteiligten des Spielberichtes irgendwie ein Trikot anhatten lässt sich nicht mehr alles akkurat wiedergeben.

Roßleben begann stark und kam zeitnah zu einem fragwürdigen Strafstoß der sicher verwandelt wurde. Nico war in der richtige Ecke jedoch reichte es nicht. Im Anschluss schlossen wir 2 mal ans Gebälk ab und verpassten somit ein Tor nur knapp.

Ein weiteres Foul im Strafraum, welches mehr nach Elfmeter aussah, lies der Schiedsrichter diesmal unbeantwortet. Zum, dann verdienten, Ausgleich kamen wir mit dem Premierentor von Moritz Müller nach Vorlage von Rennschwein Kevin Kühn.

In der zweiten Hälfte wechselten sich Sturm und Drang Phasen ab, mit einem Chancenübergewicht auf unsere Seite. Jedoch hielten wir erneut die Füße im Strafraum nicht still, was der Gegner dankend annahm und den zweiten Elfmeter bekam und direkt verwandelte. Gegen Ende gab’s noch Tumultige Szenen vor dem Tor der Gäste, der Ball berührte gefühlt jeden einzelnen Spieler dort bevor er geklärt wurden konnte.

Nach dem Schlusspfiff konnte man sich nicht wirklich ärgern, da die Leistung gestimmt, das Ergebniss jedoch nur ärgerlich war. Das Quäntchen Glück wurde heute aus Roßleben mitgebracht.

Unser Tor scheint eine hohe Virenlast zu haben, diese Woche meldete sich Nico infektiös und wir werden morgen wieder jemand neues zwischen den Pfosten begrüßen dürfen. Sicherlich hat jede Mannschaft damit zu kämpfen, ob die Saison so sinnvoll geführt werden kann wird man sehen.

In diesem Sinne, bis morgen, da geht’s dann nach Stocksen gegen Empor Sondershausen.

87, 88, 89, 90! SV 90!

SV 90 Hohenebra - SG Donndorf 4:2 (2:1)
 

07.11.2021 

Der Knoten ist geplatzt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Sonntag traf unser SV90 am 9. Spieltag der besten Kreisliga der Welt auf die SG Donndorf. Auf dem Papier sah das Ganze nach einer klaren Sache aus, doch wie wir jede Woche aufs Neue belehrt werden, ist es nicht umsonst die beste Kreisliga der Welt, denn hier kann förmlich jeder jeden schlagen.

Leider zeigte sich genau das von Beginn an. Nach unserem Anstoß und dem daraus resultierenden ersten kleinen Angriff, brauchte es genau einen stark gespielten Steilpass in die Spitze und einen anschließenden Schuss, damit es 0:1 für die Gäste stand (2.). Das Ganze ging so schnell, dass selbst Clemens im Liveticker zugeben musste es nicht gesehen zu haben. Der Glückliche, ich persönlich wünschte mir auch das nicht gesehen zu haben. Gut, was soll’s Mund abputzen und weitermachen. Das nahm unser SV90 auch scheinbar sehr ernst, denn quasi im Gegenzug köpfte Marco Severin nach einem Freistoß von Nico Kühn den Ball zum 1:1 ins Tor (3.). Mensch, so viel Aufregung in so kurzer Zeit kenn ich eigentlich nur von FIFA. In der Folge lief der Ball auf beiden Seiten gut durch die Reihen und wir hatten einige Chancen um uns die Führung zu sichern, leider gelang es uns erneut nicht die Pille im Tor zu versenken. Bis zur 31. Spielminute zumindest. Nach einer Flanke von Moritz Müller landete der Ball im Strafraum und ab hier wäre wahrscheinlich jeder Mitarbeiter von EA Sports stolz über die kommende Szene, denn das wahr mehr Ping Pong als Fußball. Die Flanke landete bei Jonny Büttner, welcher den Ball Richtung Tor schoss, wo der Abwehrspieler der Gäste in bester Torwartmanier den Ball mit der Hand parierte. Zu unserem Glück wollte oder konnte der Schiri das nicht sehen und der Abpraller landete bei Daniel Garthof, der den Ball dann doch schlussendlich zum 2:1 über die Torlinie bugsierte. Nur ein paar Minuten danach hatte Florian Nieke die Chance auf 3:1 zu erhöhen, doch sein Schuss landete leider nur am Pfosten. Nach gut 35 Minuten hatten dann unsere Gäste ihre beste Chance in Halbzeit 1. Wieder war es ein schneller Steilpass in Richtung Angriff wo der Gästestürmer sich gegen Christopher nur mit einem Foul Platz machen konnte. Aufgrund der Klarheit des Fouls hat auf unserer Seite so gut wie jeder das Spielen eingestellt, doch der Schiri hatte scheinbar keine Puste mehr für seine Pfeife und ließ weiterlaufen. Gott sei Dank hat unser Torwart Mr. Kirmes aka Johannes Joch als einziger noch nicht abgeschaltet und lenkte den Ball mit einer Megaparade an den Pfosten. Im Anschluss wollte der gefoulte Christopher die Szene mit dem Schiri nochmal analysieren und bekam als Antwort, dass er in einer kleineren Gewichtsklasse als sein Gegenspieler kämpfen würde. Meiner Meinung nach der denkbar ungünstigste Moment ein gewichtsbezogenes Kompliment zu erhalten. Aber apropos Fouls, denn diese vermehrten sich nun auf der Gästeseite und mündeten in der Mutter aller Dämlichkeitsfouls, als der Gästestürmer ohne eine Chance auf den Ball unseren Keeper Johannes von den Beinen riss. Nach dem Foul und viel Aufregung ging es dann mit dem 2:1 in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam mit Nico unser zweiter Severin-Edeljoker, welcher sich scheinbar zeitlich mit Jan abwechseln will. Mal sehen wann mal wieder 3 Severins zusammen auf dem Spielbericht stehen werden, unserem Spiel würde es auf jeden Fall keinen Abbruch tun. Das zeigte sich auch gleich von Beginn an, da viele unserer Angriffe über Nicos rechte Seite gestartet wurden. In der 58. Spielminute hat dann scheinbar jemand die Glotze angeschmissen und auf RTL II geschaltet, wo gerade Jonathan Frakes die nächste Folge von X-Faktor: Das Unfassbare einleitet. Man sieht wie der Ball von Hohenebras linker Seite von Nico Kühn Richtung Strafraum geflankt wird, wo Jonny Büttner den Ball per Volley zum 3:1 im Tor unterbringt. Sie glauben diese Geschichte ist wahr? Dann haben sie vollkommen Recht, denn (Zitat Clemens im Liveticker) „Jonny Büttner aka JB11 aka Scheiße am Fuß trifft endlich wieder!“ Anstatt nun das Spielgeschehen an uns zu reißen, ließen wir die Leine etwas zu locker und die Gäste kamen immer wieder zu gefährlichen Aktionen. In der 81. Spielminute dann des Wunders zweiter Teil, denn nach einem Pass von Daniel Garthof traf Jonny Büttner zum zweiten Mal! Kurz vor Schluss ließ unsere Aufmerksamkeit scheinbar schon etwas zu Wünschen übrig und die Gäste netzten zum 4:2 Endstand.

Trotz des Sieges muss man unseren Gästen Respekt zollen, da diese die kompletten 90 Minuten versucht haben den Ball flach durch ihre Reihen laufen zu lassen anstatt ihn einfach nur stur nach Vorne zu bolzen. Nach zwei spielfreien Wochenenden geht es am letzten Novemberwochenende im Spitzenspiel gegen den FSV 06 Holzthaleben, wo wir alles dafür tun werden, um den Tabellenersten zu ärgern.

87; 88; 89; 90 – SV90!

SpG Rottleben/ Göllingen - SV 90 Hohenebra 1:2 (0:2)
 

31.10.2021

8 Spiele unbesiegt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 8te Spieltag der besten Kyffhäuserliga der Welt führte unsere neu eingekleideten Truppe auf den Kartoffelacker nach Rottleben. Neben der besten Kreisliga und dem holprigsten Platz Thüringens durften wir uns auch in der nachweislich kleinsten Kabine Deutschlands umziehen. Gefühlt können sich dort maximal 2 Leute gleichzeitig umziehen, aber auch nur wenn sie sich besonders gern haben. Aber genug von nicht ganz ernst gemeinten Nebensächlichkeiten, es musste auch noch Fußball gespielt werden. Der Gegner war, wie jeder bisher und sicher jeder zukünftig, schwer einzuschätzen. Nach einem furiosen 9:1 start am ersten Spieltag folgte eine 8:1 Niederlage am dritten, sowie knappe Niederlagen gegen die Tabellenspitzen aus Holzthaleben oder Roßleben/Bottendorf. Man fragte sich welches Gesicht heute gezeigt wird, anhand des oben schon genannten Ergebnis kann man sagen, es war wieder eine knappe Kiste für die Gastgeber und wie die letzten Spiele bei uns, ein Spiel, dass den Puls in bedenkliche Höhen schnellen lässt.

Beim Aufwärmen zeigte sich das, was die nächsten 90 Minuten passieren wird. Bälle die schwer zu kombinieren sind, weil überall der Maulwurf grüßt. Kurze Pässe waren demnach kaum möglich, Rottleben wusste das und war vor allem durch lange Bälle auf die flinken Stürmer gefährlich, aber auch durch die äußerst vielen Standardsituationen. So fiel auch das 1:0 durch mehrere Standards. Zunächst wurde ein Freistoß Rottlebens zur Ecke abgefälscht, diese wurde aus dem Strafraum geköpft, der Spieler der den Ball bekam wollte ihn in den Strafraum flanken, hat aber nicht mit dem Hinterteil von Marco Severin gerechnet. Der angearschte Ball landete beim Daniel Garthof, dieser lief noch bis zum Strafraum und legte den Ball quer auf…Marco Severin?!?!! Usain Severin grätschte den Ball ins Tor. Anschließende Anfragen als Trainer der Jamaikanischen Sprinter ließen ihn kalt, als frisch gebackener Vater muss er vor Ort annähernd olympische Leistungen vollbringen und nicht woanders.

Aber genug davon, denn 6 Minuten später hatten wir erneut Grund zu jubeln. Wieder war’s eine Ecke, diesmal für uns. Wieder wurde sie abgewehrt, aber diesmal nahm Kevin Kühn maß und nagelte das Ding Volley aus 30

Metern mit seinem schwachen Fuß ins Netz, was ein Brett.

Genau so sensationell wie das Tor war seine Grätsche im Anschluss, aber leider im negativen Sinne. Nicht optimal getimt. Daraus entstand ein gefährlicher Freistoß. Dieser landete auf dem Kopf eines Angreifers, der Ball flog an den Innenpfosten und Katze in die Arme. Kommentar vom Coach „Glück muss man sich erarbeiten“. Ab diesem Moment konnten wir selten an die ersten druckvollen 15 Minuten anknüpfen und ließen den Gegner viele Chancen und zu viel Raum. Daraus resultierten 2 starke Chancen, die eine ging knapp rechts vorbei, die andere doch ein wenig deutlicher über das Tor. Die Angriffe liegen aber weiter im klassischen Fifa Schema ab, langer Ball und der angreifen erläuft ihn sich, schlimm wenn man es weiß und noch schlimmer wenn es ständig irgendwie funktioniert.

Für uns hatten vor der Pause Daniel und Jonny die Chance die Führung auszubauen, aber beide sollten heute kein Glück haben. Garthof hat sich wohl bei einer Aktion an letzte Woche erinnert und haut den Ball über den Torhüter, das Tor und das Fangnetz dahinter.

Das sah wohl Kevin Kühn und wollte nach der Pause Tagessieger in diesem Bereich werden und schoss den Ball über den höchsten Baum auf dem Sportplatz. Bierbetäubte Zuschauer ( 2 der 3 Spielbericht schreibenden ) schätzten den auf 30-40 Meter.

Nachdem die Jungs fertig waren den Ball einfach nur durch die Gegend zu schießen wurde wieder richtiger Fußball gespielt. Aber wie sollte es auch anders sein sollte ein Standard Gefahr bringen. Die Ecke Rottlebens wurde von so vielen Körpern im Strafraum verhindert das ich erstmal auf die Bank schauen musste ob nicht auch die Auswechselspieler dazwischen liegen. Wieder eine Situation die den Puls beschleunigt.

Bis zur letzten Viertelstunde passiert kaum was spannendes. In der 75te Minute war’s dann der eingewechselte Sebastian Buchwald, der den Ball auf jeden Fall nicht so treffen wollte, dadurch aber sehr elegant auf Nico ablegen konnte, leider vertendelte er den Ball und die Chance verpuffte.

Kurz darauf erneut eine Chance durch einen eingewechselten Spieler. Nach einem Konter flankte Marco den Ball auf Hakki, der dachte aber zu lange nach wie er denn jubeln kann und schon den Ball am Tor vorbei. Vllt hätte Marco Bolt die Flanke auch selbst verwerten können, aber die anderen sollen sich ja auch beweisen.

Neben den Toren die fielen wurden äußerst viele Karten gezeigt. 1/3 aller gelben Karten in dieser Saison erhielten wir heute. In der Tabelle gestiegen aber beim FairPlay gefallen, na gut, was wichtiger ist sollte klar sein und ohne den Einsatz wäre der Sieg nicht drin gewesen.

Und ebendieser Sieg wurde nochmal in Gefahr gebracht. In der 83te Minute schafften die Gastgeber den Anschlusstreffer. Den langen Ball saugte der Stürmer an und versenkte ihn im netz. Am überraschendsten war die anschließende stille, irgendwie jubelte niemand, wahrscheinlich hat es kaum jemand mitbekommen. Die letzten Minuten verbrachten wir damit den Ball aus der Gefahrensituation zu bringen und die Punkte zu retten. Nach 4 Minuten Nachspielzeit wurde das Spiel auch pünktlich in der 97te Minute beendet und wir konnten den vierten Sieg in Folge bejubeln.

Damit stehen wir auf Tabellenplatz 2, wtf?

Wer hätte das gedacht. Jedoch warten noch 3 Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte auf uns, dort heißt es sich beweisen. Aber in der Liga kann jeder jeden schlagen wie man schon sooft gesehen hat.

In diesem Sinne, gut Kick und bis nächsten Sonntag, dann geht’s zuhause gegen Donndorf.

87,88,89,90! SV90!

SV 90 Hohenebra - BSV Germ. Großfurra 2:0 (0:0)
 

24.10.2021

Sieg im neuen Gewand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Sonntag traf unser SV90 Hohenebra im Heimspiel auf den BSV Germania Großfurra. 
Schon vor Beginn der Partie stand ein wichtiger Termin im Vereinskalender - Fototermin! Der neue starke Partner an der Seite des SV90 - Vermögensberater Roy Kirchner - übergab uns einen neuen Satz Spielkleidung im „Eintracht-Braunschweig-Style“. Vielen Dank auch nochmal auf diesem Wege und auf eine lange fruchtbare Zusammenarbeit. 
Blaue Shirts, gelbe Hosen und blaue Socken, der einzige dem das nicht gefiel war der Schiedsrichter. Die blauen Socken waren ihm zu blau, worauf wir auf unsere alten roten Socken wechseln mussten. Nun wiederum waren dem Schiedsrichter die roten Socken zu rot, worauf wir erneut die blauen anzogen. Nun waren die blauen Socken gut genug. Versteht ihr nicht?! Wir auch nicht. War aber so. 

Unser letztes Spiel vor der langen Corona-Pause war damals ebenfalls gegen Großfurra. Seinerzeit siegten wir denkbar knapp mit 3:2 und zeigten dem damals haushohen Favoriten was in unserer Mannschaft steckt. Nunmehr scheinen sich die Vorzeichen deutlich verschoben zu haben. Die Gastgeber, als einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Kreisliga gegen den Tabellenletzten aus Furre. Nichtsdestotrotz waren wir uns sicher, die können mehr als die Tabelle sagt. 

Kurz vor 14:00 erklangen dann die ersten Glockenschläge von „Hells Bells“ im weiten Rund des Hohenebraer Pappelstadions und es ging endlich los. Auf mehreren Positionen verändert ging unsere Mannschaft ins Spiel. Unter anderem war es Jan Severin alias Henrikh Mkhitari-Jan, alias Adnan Jan-uzaj, alias Carsten Jan-cker der sich bei seiner fehlerfreien Leistung der Vorwoche ins Rampenlicht spielte und nunmehr seine Chance von Anfang an bekam. 
Vom Anpfiff weg agierte unser SV90 druckvoll und versuchte früh dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Dies gelang in weiten Teilen auch ganz gut. Doch wie sooft ließ die Mannschaft zu viele Chancen aus. Die besten Chancen vergaben Kevin Kühn sowie Torjäger Jonny Büttner. Erstgenannter versuchte es aus etwa acht Metern mit Vollgas, traf aber nur Torwartlegende Freiboth‘s Eisbein. Zweitgenannter setzte der Abschlussschwäche noch die Krone auf und vergab gleich doppelt aus kürzester Distanz, aber wohl auch aus zu spitzem Winkel. So zumindest seiner eigenen Einschätzung nach… Die Gäste hingegen trugen wenig konstruktives zum Spiel bei und kamen folgerichtig zu keiner nennenswerten Gelegenheit im ersten Durchgang. 
So ging es mit einem äußerst ernüchternden 0:0 Unentschieden in die Pause. 
Im zweiten Durchgang hatte man dann das Gefühl unsere Mannschaft hat sich das Ziel gesetzt den Spieler ausfindig zu machen der es schafft am höchsten über das Tor zu schießen. Mich persönlich ließ das Gefühl nicht los das hier Field-Goals mitgezählt werden. Meine handgezählte Field-Goal Wertung ging folgendermaßen aus: Siegerurkunde geht am Maik Wirth (3 Field-Goals), Ehrenurkunde an Daniel Garthof und Ronny Pößel (jeweils 2 FG) und die Teilnehmerurkunde geht an Marco Severin (1 FG)… Auch in punkto Höhe geht der Sieg mit 42m zweifelsfrei an Maik „Anderbrügge“ Wirth. 
Daniel Garthof hatte den Field-Goal-Tagessieg auf dem Fuß, doch verzog er den Ball knapp und traf die Unterkante der Latte und der Ball landete schlussendlich im Gästetor. Ziemlich humorloser Treffer zum 1:0 (58.min) auch wenn‘s nicht so gewollt war. Die Fünf-Sterne-Plus-Vorlage zum Treffer lieferte der bis dato beste Mann auf dem Platz, Florian Nieke. Nach der Führung der Hausherren versuchten die Gäste mehr am Spiel teilzunehmen, doch mehr als ein Freistoß aus gut 25m sprang dabei nicht heraus. Besagter Freistoß allerdings strich nur knapp über das Kreuzeck. Ob Hohenebras Torhüter Joch den gehalten hätte, ich mag’s zu bezweifeln. 
Die Schlussphase zeigte dann wieder ein deutliches Übergewicht für die Hausherren. Und wo wir einmal bei Übergewicht sind, Florian Nieke krönte seine bärenstarke Leistung noch selbst, indem er sich vornahm das Traumtor von Mats Hummels vom Samstag im Spiel gegen Bielefeld zu kopieren. Dies gelang ihm in herausragender Perfektion zum verdienten 2:0 (83.Min) und setzte damit den Schlusspunkt zum verdienten Sieg. Im Hinblick der bisher gezeigten Leistungen der aktuellen Saison muss man aber von einer eher durchwachsen Leistung reden. 
Trotzdem ist unser SV90 seit nunmehr einem Jahr ohne Niederlage im Ligabetrieb. 
Chapeau Jungs!

Der nächste Field-Goal-Wettbewerb findet dann am kommenden Sonntag in Rottleben beim Auswärtsspiel statt. 
Hoch lebe der Fußball…

——————————
87; 88; 89; 90 - SV90!

SV 90 Großenehrich - SV 90 Hohenebra 1:2 (1:0)
 

17.10.2021

Sieg in letzter Sekunde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Sonntag traf man in der besten Kreisliga der Welt auf den SV90 Großenehrich. Schon vor dem Anpfiff stand unser Trainerteam vor einer unlösbaren Aufgabe. Hatte letztes Wochenende noch unser Gegner das allseits gefürchtete Kirmesproblem, so traf es dieses Wochenende uns selbst. Das blöde an der Sache – Bei den Tagesvollsten handelte es sich um unsere beiden Torhüter Katze und Gretschi. Der eine konnte kaum einen Meter gradeauslaufen und der andere hatte laut Marco noch die Bierschaumbrille auf. Mit der Aussage „Wir können ja immer noch wechseln“ schickten wir mit Katze erstmal die höhere Promillezahl auf den Platz. Über das Aufwärmprogramm der beiden verliere ich hier jetzt lieber mal kein Wort.          

Nun zum eigentlichen Spiel.

In den ersten Minuten zeichnete sich schon das Bild des Spiels ab. Wir hatten von Beginn an den Ballbesitz auf unserer Seite und die Gastgeber gaben uns teilweise so viel Raum, da kann ich als Student mit meiner Einraumwohnung nur von träumen. Leider hatten sich unsere Männer in der ersten Halbzeit scheinbar am Zustand unserer Torhüter ein Beispiel genommen und ließen jegliches Tempo oder Spannung vermissen. Die Gastgeber hingegen spielten im beliebten 9-0-2 System und versuchten hinten alles vom eigenen Sechzehner fernzuhalten, um mit langen Bällen nach vorne zu kontern. Nach gut einer Viertelstunde klappte das das erste Mal und es wurde brandgefährlich in unserem Sechzehner. Doch Johannes schaffte es irgendwie seinen Körper zwischen Ball und Tor zu bekommen. Ein erster positiver Lichtblick. Leider sollte dieser nicht lange anhalten. Wieder einmal schlugen die Gastgeber einen langen Ball nach vorne, jedoch über Freund und Feind hinweg und Johannes wartete im Sechzehner schon um den ankommenden Ball aufzufangen. Anscheinend war das letzte Bier aber so schlecht, dass aus einem Ball auf einmal mindestens zwei wurden und Katze sich leider für den falschen entschieden hat. Der Ball tropfte von seinen Händen vor die Füße des gegnerischen Stürmers, der dankend zum 1:0 einschob (20.). Shit happens. Naja wie war das: Wenn du die Dinger vorne nicht machst, bekommst du sie hinten rein – egal ob 0,0 oder 1,8 Promille. Kopf hoch Katze das Leben geht weiter und das Spiel ging es Gott sei Dank auch. Doch auch in den folgenden Minuten brachten wir ab der Mittellinie nicht viel Gefahr nach vorne. Zu allem Überfluss hatte Katze plötzlich neben den Schmerzen im Kopf auch noch Schmerzen im rechten Oberschenkel. Daher entschied sich unser Trainerteam ihn zu erlösen und mit Gretschi den Zweit-Tagesvollsten zwischen die Pfosten zu stellen. Der hatte zu seinem Glück aber in den folgenden knapp 60 Minuten nur einen Ball zu fangen und verbrachte seine Ausnüchterungszeit vorwiegend zwischen Sechzehner und Mittellinie. In den letzten Minuten der ersten Hälfte passierte nicht mehr viel und so ging es mit einem 1:0 Rückstand in die Kabine.

Zur Halbzeit kamen mit Jan Severin und Pascal Hesse unsere beiden Joker mit 100% Zufriedenheitsgarantie und brachten auch gleich neuen Schwung in unser Team. Von Minute zu Minute starteten wir einen Angriff nach dem anderen. Diesmal zwar mit mehr Druck nach vorne, doch leider immer noch mit zu wenig Konzentration im Abschluss. Vor allem unsere Freistöße und Schüsse aus der zweiten Reihe hatten an dem Tag eine Streuung wie mein Mittelstrahl nach 10 Schnaps und 5 Bier. Trotzdem spürte man, dass die Zuversicht von Minute zu Minute stieg und man wusste, dass wir es längst verdient hatten den Ausgleich zu schießen. Das große Zittern zog sich bis in die 87. Minute als Jannick Hesse den links durchgestarteten Kevin Kühn den Ball perfekt in den Lauf steckte, sodass dieser zum erlösenden 1:1 einschießen konnte. Jetzt nur nicht hektisch werden, das war die Devise. Trotzdem wollte man das Spiel natürlich drehen und baute weiterhin Druck nach vorne auf. Die dritte Minute der Nachspielzeit lief schon, als Moritz Müller den Ball gefühlvoll Richtung Fünfmeterraum flankte wo Joker Pierre-Emerick Aubame-Jan Severin goldrichtig stand und zum laut umjubelten 2:1 Siegtreffer einschoss.

Am Ende hatten wir nicht nur die höhere Zahl auf dem Promillekonto, sondern auch auf der Anzeigetafel und das auch verdient. Nächste Woche empfangen wir im Heimspiel das Team aus Großfurra wo wir die nächsten drei Punkte einstreichen wollen, um auch weiterhin in der Liga ungeschlagen zu bleiben.

Für Katze und mich habe ich in bester Kirmesredenart zum Schluss noch einen Tipp parat.          
„Steht nächstes Jahr die Kirmes wieder vor die Tür, so verzichtet doch besser auf das letzte Bier. Trinkt lieber nen Tee der ist gesund, auch wenn er von Long Island kommt. Nein Spaß bei Seite euer Team wird´s euch danken, wenn ihr tut nächstes Jahr nicht ganz so viel tanken.“

 

87; 88; 89; 90 – SV90!!!

SV 90 Hohenebra - VfL 1888 Ebeleben 2:0 (1:0)
 

10.10.2021

Ungeschlagen und belohnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 5ten Spieltag der besten Kreisliga der Welt begrüßten wir bei wunderschönen Sonnenschein den VFL Ebeleben. Den Bierschaum der Kirmes wischten sie sich weg und traten die kurze Reise nach Hohenebra an. An sich kam die Partie einem Derby am nächsten und dementsprechend heiß waren alle Beteiligten darauf. Die letzte Begegnung verlor man in Überzahl noch 3:1, das sollte heute nicht nochmal passieren. 
Die Aufstellung wurde auf ein paar Positionen verändert, unter anderem nahm sich Ronny Pößel die Binde und Aushilfsspielführer Daniel Garthof konnte die Regenbogenscherpe im
Rucksack lassen. Vollkommen zurecht, beim letzten Spiel schoss er nämlich nur 2 Tore statt 3 und deswegen blieb es gegen Seehausen nur bei einem Punkt. 

Das Spiel startete gleich furios, Moritz Müller setzte sich stark auf der Seite durch und konnte den ersten Abschluss verzeichnen, leider direkt auf den Torhüter. 
Generell waren die beiden Jungen, Moritz und Jannick sehr auffällig und spielten das Ding souverän und gefährlich für den Gegner. Ein Torerfolg konnten sie leider nicht verzeichnen, sollte aber langsam fallen, viel näher kann man nicht mehr ran kommen. 
Hinten stand die Abwehrreihe gut, Kevin und Florian zeigten 2 starke Grätschen im Strafraum bei denen mir fast das Bier aus der Hand fiel…beides jedoch Safe gelandet. 
In der 12ten Minute gab es kurz vor dem Strafraum einen Pressschlag von Daniel und dem gegnerischen Torhüter, der Ball landete irgendwie wieder bei ihm, er tanzte durch den Strafraum, legte auf Jonny und dieser scheiterte leider am letzten Mann der Gäste. Zur Zeit hat er leider Scheiße am Fuß, wahrscheinlich fehlen ihm die grandiosen Vorlagen vom Verletzten 5er, man weiß es nicht. 
In der 18ten Minute machte er jedoch den Vorlagengeber. Nachdem sich Jannick gegen seine Gegner durchsetzte und denn Ball im zweiten Versuch zu ihm chippte. Jonny nahm den Ball an und legte ihn auf Nico ab, der zog ab und der Ball landete flach im langen Eck. Aussage von ihm „keine Ahnung wie, so wollte ich das gar nicht“, so oder so ähnlich, Hauptsache drin. 
Kurz darauf einmal durchatmen, Ebeleben schoss ein Abseitstor, als parteiischer Beobachter muss ich sagen, zurecht zurückgepfiffen. 
Die restliche Halbzeit gab’s Chancen auf beiden Seiten, mit plus auf der Gastgeberseite. Moritz per Kopf, Jonny doppelt am Torhüter gescheitert. Auf der anderen Seite Ebeleben mit einem Freistoß oder einem Schuss knapp neben das Tor. 
Kurz vorm Ende der Halbzeit gab’s einen Aufreger, Marco Severin sperrte als letzter Mann mit seinem Körper den Ball, der rollte ins Aus und der Gegenspieler schlug nach ihm. Der Schiri ermahnte beide und lies anschliessend normal weiterspielen. 

Nach der Halbzeit sah es ähnlich aus, bis vor das Tor wurde stark gespielt, der Abschluss fand dann jedoch nicht statt oder war nicht gut genug. In der 50er Minute vertändelte Nico den Ball vor dem Tor und in der 67ten Jonny nachdem er vorher 3 Mann Bier holen geschickt hat. 
Katze hatte bei uns im Tor einen relativ ruhigen Tag, die meisten Bälle konnte er sicher und souverän fangen, so hatte er gar keine Chance den Ball den Gegner vor die Füße zu spielen. Vor dem Spiel gab’s wieder ein paar Bier, dadurch spielte er sicher wie immer. 
Die Schlussphase wurde recht hektisch. Entweder Ausgleich oder Führung ausbauen. Schwarzmalerisch wurde draußen schon eine 1:2 Niederlage angeraunt. Jedoch kam es anders, die Chancen der Gäste wurde im
Großen und ganzen nicht gefährlich und wir bauten die Führung aus. Nach einem Missglückten Abschlag eroberte Kevin den Ball an der Mittellinie, lief ein paar Meter und machte endlich mal das was er sonst nur im Training macht, gefährlich abschließen. Der Ball zischte über den Rasen und schlug 20 cm oberhalb davon rechts im Eck ein, der Torhüter streckte sich vergebens. 
Nachdem das Spiel wieder angepfiffen wurde schnappte sich Garthof den Ball und rannte in bester „Ich hasse diese Spieler bei FIFA“ Manier zur Eckfahne um Zeit zu gewinnen…es misslang. Für die letzten Minute kam Maik Wirth rein und schickte mit einem Pressschlag den Gegenspieler halb aufs Feld, so ist der Einsatz richtig. Kurz darauf war Schluss. 

Im großen und ganzen ein verdienter Sieg, was auch von den Gästen so anerkannt wurde. 
Wir bleiben weiter ungeschlagen und stehen mit 9 Punkten aus 5 Spielen ausgezeichnet da. Nächste Woche reisen wir nach Großenehrich, dort heißt es die Serie weiter ausbauen. 

87; 88; 89; 90! SV90!

SG Seehausen - SV 90 Hohenebra 2:2 (1:1)
 

26.09.2021

Bitterer Punktgewinn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum perfekten Fußballwetter und auf Rasen wie Teppich fand für uns heute das vierte Spiel der besten Kreisliga der Welt statt.

Vor Beginn wussten wir schon, dass Pascal Hesse sein Blitzcomeback nach ca einem Jahr ohne Fußball feiern wird und er machte seine Sache außerordentlich gut, schade das es die Entfernung und Zeit nicht öfter zulässt ihn spielen zu sehen. Weiterhin setzte Vize Vize Captain Daniel Garthof ein Zeichen und führte unsere Truppe mit Regenbogenbinde aufs Feld. Man wusste es eigentlich schon immer, beim Duschen schaute er uns nie in die Augen und die Seife war ihm immer zu „rutschig“.

Chancen gab es heute zuhauf und die erste kam nach 4 Minuten. Kevin schickte seinen Bruder in die Spitze, der Gegenspieler verlängerte den Ball unglücklich und Nico spitzelte den Ball unter Bedrängnis mit seinem

schwachen Fuß knapp neben das Tor.

Nach ein Paar Minuten übernahmen die Gastgeber das Spiel und hatten direkt eine gute Chance, welche aber sicher von Johannes weggefangen wurde.

Entgegen dem Spielverlauf der ersten Viertelstunde schafften wir es die Führung zu erzielen. Jonny nutzte sein Adlerauge und haute den Ball mit Gefühl hoch vor den Strafraum. Daniel „Mercury“ Garthof fischte ihn runter und schloss souverän zur Führung ab. Euphoriebetrieben holten wir eine Minute später eine Ecke raus die fast die Führung ausbaute. Moritz Müller setzte sich gegen 3 Spieler durch indem alle vorbeisprangen und er stehen blieb. Sein Kopfball konnte aber der am heutigen Tag fast unüberwindbare Torhüter der Gastgeber parieren, genauso wie Nico Kühns Chance 4 Minuten später.

In der 23 Minute passierte dann das erste Missgeschick. Der die letzten Spiele überragende Johannes Joch spielte einen fatalen Querpass und die Gastgeber nutzten diesen Fehler stark zum 1:1 Ausgleich. Man weiß nicht was war, jedoch verkündete er vor dem Spiel zum ersten Mal nüchtern zu spielen. Das Nächste mal gibt’s Bier in die Trinkflasche und der Ball wird weggeknüppelt. Wie der Führungstreffer war auch dieses Tor entgegen dem Spielverlauf, da Hohenebra das Heft in der Hand hatte.

Anschließend flachte das Spiel bis zur Halbzeit an. Einzig Hakki mit einem Lattenkracher und Daniel mit einer schweren direkrabnahme ließen die Fans tief atmen.

Nach dem Seitenwechsel wollten wir wieder die Führung übernehmen und Jonny versuchte es sofort. Aus schwieriger Position scheiterte er aber am Torhüter. Viel passierte die nächste halbe Stunde nicht, Hakki prüfte nochmal ob das Tor richtig steht, Florian und Daniel versicherten sich erneut ob der Torhüter noch wach ist…er war es.

Es dauerte bis zur 77 Minute bis sich der Spielstand wieder änderte. Chris Becker vormals bekannt als Kästner brachte einen Freistoß von der Mittellinie aufs Tor, die Verteidiger wussten nicht wohin, Daniel „Ehe für alle“ Garthof schon, nämlich rein damit.

Die Freude hielt jedoch nicht lange an. 5 Minuten später spielte der bis dahin stark spielende Hakki einen Querpass kurz vorm Strafraum. Die gegnerischen Spieler nutzten auch den zweiten Fehler eiskalt und glichen erneut aus.

In der 90ten Minute hatte Seehausen noch eine Freistoßchance die aber flach und mittig aufs Tor keine Gefahr ausstrahlte. Ganz im Gegenteil zu unserem Freistoß im Gegenzug. Chris „ehemals Kästner nun Becker“ hatte wieder die Ehre und schlug den Ball von der Mittellinie aufs Tor. Dieser sprang noch einmal gefährlich auf und konnte mit Mühe zur Ecke geklärt werden. Kurz darauf war auch schon Schluss.

Nach 4 spielen stehen wir ungeschlagen mit 6 Punkten gut da. Leider etwas unglücklich heute, da war der Torhüter der Gäste zu stark und die einzigen groben Fehler wurden perfekt bestraft. Dennoch war die Leistung ansehnlich und eine klare Steigerung zur letzten Saison. Erwähnenswert wäre auch, dass seine Offenheit Daniel Garthof die Tore 4 und 5 bescherten. Man möchte keinen Druck ausüben, aber so soll’s weitergehen….ansonsten kannste wieder alleine duschen gehen.

In 2 Wochen heißt es zuhause gegen Ebeleben weiterhin so aufspielen und das beste draus machen.

87, 88, 89, 90! SV90!

SV 90 Hohenebra - SG Berka 3:1 (0:1)
 

19.09.2021

Aller guten Dinge sind Drei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Sonntag empfang unser SV 90 die SG Berka zum zweiten Heimspiel der Saison. Beide Teams sind trotz guten Fußballs punktemäßig etwas schleppend in die Saison gestartet. Das sollte sich heute ändern, weshalb man von Beginn an mit einem offenen Spiel rechnen konnte.

Wie schon in der Vorwoche begann unser SV90 sehr geordnet und erspielte sich so die ersten Torchancen im Spiel. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde dann der erste Erfolg. Nach einem starken Ballgewinn bediente Patrick Huth mit einem klasse Pass Jonny Büttner welcher zum 1:0 verwandeln konnte (18.). In der Folge kam es auf beiden Seiten zu guten Torchancen, welche jedoch nichts Zählbares einbrachten. Die Gäste wurden vor allem über lange Pässe auf ihren Stürmer Steffen Zöge gefährlich, der unsere Abwehr das ein oder andere Mal vor Probleme stellte. Circa 10 Minuten vor der Halbzeit dann der Schreckmoment der Partie. Patrick Huth ist ohne große Fremdeinwirkung unglücklich umgeknickt und blieb vor Schmerzen liegen und musste infolgedessen vom Krankenwagen abgeholt werden. Unser schlimmster Verdacht, dass das Außenband erneut gerissen ist, hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt. Trotzdem wird Patrick uns in den nächsten Wochen leider erstmal fehlen. Auf diesem Wege auch nochmals Gute Besserung und wir wissen, dass du nach der Pause mit neuer Kraft zurückkommen wirst. Apropos zurückkommen, kommen wir wieder zum Spiel. Für Patrick kam Sebastian Buchwald neu ins Spiel. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit passierte dann nicht mehr viel und so ging es mit der 1:0 Führung in die Halbzeit.

Mit viel Elan und dem Willen das Spiel für Patrick gewinnen zu wollen kam unser SV90 vielversprechend aus der Kabine. So dauerte es nur fünf Minuten bis Jonny und Daniel nach einem tollen Pass aus dem Halbfeld frei vor dem gegnerischen Torwart auftauchten und während sich die beiden überlegten wer denn jetzt nun schießen sollte, versuchte der Kapitän der Gäste den Ball noch wegzugrätschen, kam jedoch zu spät und der Schiri entschied vollkommen zurecht auf Strafstoß. Den fälligen Elfmeter verwandelte Daniel Garthof souverän ins rechte Eck und erhöhte den Spielstand somit auf 2:0. Im weiteren Verlauf bot sich ein ähnliches Bild wie in Halbzeit 1 mit Chancen auf beiden Seiten, die jedoch entweder kläglich verwertet wurden oder von den beiden Torhütern super pariert wurden. Zehn Minuten vor Schluss war es dann erneut Daniel Garthof, der nach Vorlage von Moritz Müller zum 3:0 erhöhte und den Sack somit zumachte. Mit der letzten Chance des Spiels erzielten auch die Gäste nach einer kleinen Unachtsamkeit unsererseits den verdienten, wenn auch ärgerlichen Anschlusstreffer und stellten somit den Endstand von 3:1.

Am Ende steht nach dem dritten Saisonspiel auch verdienterweise der erste Dreier auf dem Papier und man steht auf einem guten Mittelfeldplatz. Morgen geht es dann im nächsten Auswärtsspiel gegen die SG Seehausen, wo wir unseren Lauf fortsetzen und die nächsten drei Punkte einfahren wollen.

 

87; 88; 89; 90 – SV90!

BSV Eintracht SDH III - SV 90 Hohenebra 0:0 (0:0)
 

12.09.2021 Starke Mannschaftsleistung mit Punkt belohnt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Sonntag traf unser SV90 im zweiten Ligaspiel auf die Dritte Mannschaft der Eintracht aus Sondershausen, welche auch dieses Jahr wieder als Mitfavorit für die Meisterschaft gehandelt wird. Kurz vor Spielbeginn fielen bei uns mit Ronny Pößel, Marco Severin und Florian Nieke sowohl unser Kapitän als auch unsere Doppelsechs aus, wodurch man gezwungen war etwas zu rotieren. Unser Mittelfeld stellte sich daher ganz nach dem Motto „Jugend forscht“ auf. Jannick Hesse durfte somit in seinem Debüt neben Nico Kühn auf der Doppelsechs beginnen. Beide wurden auf den Außen von Jeremy Krapalies und Moritz Müller unterstützt, während Patrick Huth, der hinter den Spitzen begann, dafür sorgte, dass der Altersdurchschnitt im Mittelfeld nicht gänzlich Richtung „Juhu, endlich darf ich Auto fahren“ sank. 
Das Ziel war von Beginn an klar: Die Hausherren so lange wie möglich ärgern und ihnen die Freude am Spiel nehmen. Somit starteten beide Teams sehr konzentriert und engagiert in diese Partie und boten den 123 Fans von der ersten Minute an ein tolles Spiel. Chancen gab es in den ersten 45 Minuten auf beiden Seiten, obwohl man sagen muss, dass die klareren Tormöglichkeiten durch unseren SV90 zustande kamen. Leider hatten wir abermals das Pech, dass einzig die Fahne des Assistenten zwischen uns und dem Torerfolg stand, doch solange zwischen den über 100 Fans kein Kölner ist, der das überprüfen könnte, hilft da leider auch kein meckern. Die beste Chance für uns hatte Jonny Büttner, der nach einer super Hereingabe von Aushilfskapitän Daniel Garthof den Ball per Volley leider über das Tor schoss. Die besten Chancen für die Gastgeber verhinderte jeweils das Alu. Zunächst traf Kellermann per Fernschuss die Querlatte und Werner konnte den Abpraller per Kopf zu unserem Glück nicht verwerten. Anschließend setzte Letzterer den Ball nach einer etwas unorthodoxen Parade Von SV90-Keeper Johannes Joch an den Pfosten. Somit ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. 
Nach Wiederanpfiff bot sich den Fans das selbe Bild zweier engagiert spielender Mannschaften. Obwohl die Partie weiterhin sehr ausgeglichen war, erspielten wir uns ein ums andere Mal sehr gute Torchancen. Trotz dessen, dass wir in den 90 Minuten gut sechsmal im Eins gegen Eins auf das gegnerische Tor zugelaufen sind, konnten wir leider keine davon verwerten, was vor allem am Rückhalt der Gastgeber lag, der es schaffte bei jedem Schuss noch irgendwie seine Hand dazwischen zu bekommen. Die Gastgeber selbst kamen vor allem durch Fehler unsererseits zu Abschlussmöglichkeiten, welche jedoch auch sie nicht nutzen konnten, wodurch sich beide Mannschaften mit einem torlosen Remis nach 90 Minuten trennten. 
Über das Endergebnis konnten wir uns schlussendlich auf jeden Fall mehr freuen als die Gastgeber, was aber in erster Linie daran lag, dass der Schlachtplan funktionierte und man den Favoriten über das gesamte Spiel hinweg ärgern konnte. Mit Blick auf die 90 Minuten muss man jedoch fast schon sagen, dass hier auch mehr hätte drin sein können. Obwohl das Remis für beide Mannschaften verdient war, hätte man aufgrund der zahlreichen Hochkaräter und ein bisschen Glück auch drei Punkte mitnehmen können. Sei’s drum, am Ende war es ganz klar die beste Mannschaftsleistung unseres SV90 seitdem wir letztes Jahr in die Kreisliga aufgestiegen sind. Über 90 Minuten hat auf dem Platz jeder für jeden gekämpft, wodurch man den Fans ein tolles Spiel liefern konnte. Manch einer gab sogar sein letztes Hemd und brachte noch ein paar zusätzliche rote Farbakzente mit auf's Trikot, wenn auch an zwei leicht irritierenden Stellen. Sagen wir's mal so, ein hungriges Vampirbaby hätte sich gefreut. 
Nächste Woche steht im Heimspiel mit der SG Berka der nächste harte Brocken auf unserem Programm. Ähnlich wie wir haben die Gäste einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern, die es am Sonntag zu stoppen gilt. Wenn wir genauso geschlossen auftreten wie gegen den BSV dann bleiben nicht nur die drei Punkte in Hohenebra, sondern wir setzen auch gleich das nächste Ausrufezeichen in Richtung Ligakonkurrenz. 

87; 88; 89; 90 -SV90!

SpG Sundhausen/ Uthleben - SV90 Hohenebra 3:1 (2:0)
 

04.09.2021

Pokalaus in Runde 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Samstag traf unser SV90 Hohenebra in der ersten Runde des Kreispokals, in Uthleben, auf die Spielgemeinschaft aus Sundhausen/Uthleben. 

Bedingt durch viele Absagen, Aufgrund von Schuleinführungen und diversen anderen Prioritäten, reisten wir mit 9 Feldspielern und zwei Torhütern zum besagten Auswärtsspiel. Somit rückte Markus Gretsch, unsere eigentliche Nummer zwei, ins Tor. Johannes Joch wiederum, durfte sich als Linksverteidiger beweisen. Und da können wir noch von Glück reden dass wir unter der Woche noch via Blitztransfer Sebastian Buchwald zurück vom FSV Schernberg holen konnten. Außerdem bedienten wir uns auch noch bei unserer Riege der Alten Herren und überredeten noch Oldie Stefan Mäder zu 90 anstrengenden Minuten. Somit starteten wir mit einer auf acht Positionen veränderten Startaufstellung im Vergleich zur Vorwoche.
Alter Lachs, was ne Personalrochade…!

Unsere Elf war trotzdem gewillt irgendwie erstmal die Null zu halten solange es irgendwie möglich war. Doch dies gelang gerade mal bis zum ersten Torschuss der Hausherren. So war es Christoph Kühlewind der unsere anfänglichen Schwächen auf unserer rechten Abwehrseite zu nutzen wusste und früh zum 1:0 (6.min) traf. Anschließend kamen wir besser hinein ins Spiel, verteidigten clever und konnten das Spiel lange offen gestalten. Auch einige Chancen ergaben sich für unsere Mannschaft, vorrangig durch Schüsse aus der Distanz. Die beste Möglichkeit hatte Johannes Joch durch einen Schuss aus gut 20 Metern, welcher nur knapp über die Kiste zischte. Auch die Gastgeber hatten einige gut Chancen, doch Torhüter Gretsch spielte groß auf, war ein ums andere mal zur Stelle und konnte mehrere Hochkaräter vereiteln. Kurz vor dem Pausentee klingelte es dann doch nochmal im Gästetor. Mit den Gedanken vermutlich schon in der Kabine zeigte sich Hohenebra nun extrem passiv und dies wusste die SpG zu nutzen. Mit einem sehenswerten Schlenzer aus zentraler Position, gut 18 Meter vor dem Tor, zirkelte Stefan Gerlach den Ball gekonnt, zum bis dato verdienten 2:0 (44.min) ins rechte Kreuzeck. 

Zu Beginn von Halbzeit Zwei zeigten die Gäste dann warum man sie auch mit einer äußerst dezimierten Truppe niemals abschreiben darf. Mehr und mehr kam Hohenebra zu guten Chancen und es entwickelten sich teils lange Ballbesitzphasen welche schlussendlich auch belohnt wurden. Nach einem geschickten Pass hinter die Abwehrkette war es Youngster Moritz Müller der sich intelligent im Zweikampf anstellte und so gekonnt ein Foul im Strafraum erzwang. Zum fälligen Elfmeter trat Sebastian Buchwald an und nagelte den Ball bei seinem Comeback, zum durchaus verdienten 2:1 (72.min) in die Maschen. 
Nun entwickelte sich ein völlig offenes Spiel mit vielen guten Chancen auf beiden Seiten. Hohenebras beste Chancen hatte, kurz nach seinem ersten Treffer, erneut Sebastian Buchwald völlig freistehend im eins gegen eins mit dem Torwart. Doch der Keeper konnte in dieser vermutlich spielentscheidenden Szene die Oberhand behalten. Wenn hier der Ausgleich fällt, wir das Eis für die SpG ganz, ganz dünn. Doch dem war leider nicht so. 
Zum Ende des Spiels warf unsere Mannschaft nochmal alles nach vorn, was allerdings kaum zwingende Torchancen nach sich zog. Dies wiederum brachte Räume und viele große Chancen für die Hausherren. Einen dieser Konter nutzte dann, kurz vor Toresschluss, Christoph Kühlewind zum, im großen und ganzen verdienten, 3:1 (85.min) Siegtreffer. 
Auch wenn unsere Mannschaft das erreichen der zweiten Pokalrunde leider verpasste, konnte sich die gezeigte Leistung durchaus sehen lassen. So bot man doch einer überlegenen Mannschaft einen großen Kampf und mit etwas mehr Glück wäre da tatsächlich noch mehr drin gewesen. 
Diese große Mentalität gilt es mitzunehmen, so geht es doch am kommenden Sonntag, in der Kreisliga, zum Auswärtsspiel nach Jecha zur dritten Mannschaft des BSV Eintracht Sondershausen, einen der Topfavoriten in unserer Staffel. 


———————————-
87; 88; 89; 90 - SV90!

SV90 Hohenebra - VfB Oldisleben 1:1 (0:1)
 

29.08.2021

Mit Punktgewinn in die neue Saison

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endlich!! Wachgeküsst vom Start in die neue Kreisligasaison melden wir uns aus dem Dornröschenschlaf zurück.
Nach zwei Testspielsiegen gegen die Reserve von Empor Sonderhausen und der SpG Marolterode spielten wir am letzten Sonntag im ersten Heimspiel der Saison gegen den VfB Oldisleben.

Obwohl man die letzte und gleichzeitig erste Kreisligasaison auf einem guten Mittelfeldplatz sagen wir mal „beendet“ hat, wurden aufgrund der langen Coronapause die Karten neu gemischt und viele Mannschaften müssen erstmal wieder gucken wo sie im Vergleich zu den anderen stehen. Somit gingen viele von einem ersten Abtasten zu Spielbeginn aus. Das interessierte die beiden Mannschaften auf dem Platz aber scheinbar herzlich wenig und es war von Beginn an ein schnelles aber auch fahriges Hin und Her. Gleich in der zweiten Minute setzte Kevin Kühn ein erstes Zeichen in Höhe der Mittellinie und sah für das Foul auch zurecht die Gelbe Karte. Wie sagte Jens Jeremies einst: „Siehst du die Mittellinie? Hier drüben aua, da drüben gut!“ Kurz darauf folgte auch schon der nächste Aufreger. Nach einem erneuten Ballverlust unsererseits in Höhe der Mittellinie konterten die Gäste über die linke Seite bis in den Sechzehner hinein, wo deren Stürmer klugerweise in den fast schon liegenden Jan Severin einfädelte und so den Elfmeter für die Gäste herausholte. Der Pfiff des Schiris war so früh zu Beginn natürlich extrem bitter aber leider Gottes auch akzeptabel. Jetzt war es an Torhüter Johannes Joch den Rückstand abzuwenden und der machte seinem Spitznamen alle Ehre und parierte den gut geschossenen Strafstoß mit Bravour. Jetzt war hier richtig Spannung drin. Wie schon erwähnt war es ein sehr fahriges Hin und Her mit Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten schon zu Beginn gute Balleroberungen, gaben den Ballbesitz jedoch zu schnell wieder her und bekamen keine wirkliche Ruhe in unser Spiel. Nach 20 Minuten dann der nächste Aufreger. Nach einem Kontakt in unserem Sechzehner zeigte der Schiri erneut auf den Punkt. Wieder war der Pfiff keineswegs zwingend jedoch leider vertretbar. Den fälligen Strafstoß verwandelten die Gäste dieses Mal zum 0:1, obwohl unser Schlussmann erneut die richtige Ecke ahnte und mit den Fingerspitzen noch dran war. Im weiteren Spielverlauf befand sich der Ball größtenteils im Mittelfeld mit kleineren Chancen auf beiden Seiten. Die größten Chancen hatten hierbei Jan Severin per Kopf nach einem Freistoß von der rechten Seite und Patrick Huth, welcher zwar zum 1:1 traf, jedoch hauchdünn im Abseits gestanden haben soll. Solche Situationen häuften sich leider im Verlauf des Spiels, wo einzig die Fahne des Assistenten zwischen uns und dem Tor stand, aber solange sich im Kölner Keller noch keiner für unsere Spiele interessiert, hilft da leider auch kein meckern und so ging es mit einem knappen Rückstand in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel boten die Akteure den Zuschauern weiterhin ein spannendes und zweikampfbetontes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Sowohl unser Keeper als auch der Torwart der Gäste hielten hierbei einige Male mit guten Paraden den Spielstand aufrecht. Vor allem unser Team kam in Halbzeit zwei zu vielen guten Torchancen, welche jedoch alle ins Leere gingen, meistens mit der fehlenden Konsequenz im letzten Drittel und während ich das so schreibe sehe ich mich selbst wie ein Rohrspatz am Seitenrand Auf- und Abspringen. In der 77. Spielminute dann endlich die Erlösung. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete Mittelfeld Chef Marco Severin am schnellsten und schickte Daniel Garthof gekonnt mit einem Pass in den Lauf Richtig Sechzehner, wo dieser den Ball mit Gefühl am Torwart vorbei zum 1:1 im Tor unterbrachte. Die beste Chance in der Schlussphase für unseren SV90 hatte Kevin Kühn, der mit einem direkten Freistoß nur knapp am gegnerischen Torhüter scheiterte. Und auch die Gäste hatten in der letzten Spielminute noch einmal die Chance auf die Führung, wollten unser Geschenk durch einen verdaddelten Ball in der Abwehr zu unserem Glück nicht annehmen und so blieb es beim verdienten 1:1.

Nach langer Coronapause (man wie ich dieses Wort hasse) war im ersten Saisonspiel schon viel Gutes zusehen, jedoch auch einige Dinge, die es zu verbessern gilt. Mit dem Punktgewinn starten wir im Vergleich zum Vorjahr schonmal mit einem Punkt mehr in die Saison. Darauf kann man aufbauen. Kommenden Samstag starten wir gegen die SpG Sundhausen/ Uthleben dann auch in die neue Pokalsaison und freuen uns natürlich auch dieses Jahr über jeden Fan, der uns zu den Auswärtsspielen unterstützt.

 

87; 88; 89; 90 – SV90!!!